Folge 36 - Wie der Verfassungsschutz Sicherheit im digitalen Zeitalter gewährleistet

Shownotes

Im Podcast „digitales MV“ spricht Mareike Donath mit Thomas Krense, dem Abteilungsleiter Verfassungsschutz im Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns, über Aufgaben, Bedrohungen und digitale Werkzeuge der Sicherheitsbehörden.

Der Verfassungsschutz versteht sich als Frühwarnsystem für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Im Fokus der Behörde stehen Extremismus und Terrorismus sowie zunehmend hybride Angriffe durch ausländische Staaten, etwa durch Desinformation, Spionage oder Cyberangriffe. Gerade im Ostseeraum sei Mecklenburg-Vorpommern aufgrund seiner Infrastruktur, maritimen Wirtschaft und strategischen Lage ein relevantes Ziel.

Die Digitalisierung spielt in der Arbeit des Verfassungsschutzes eine zentrale Rolle. Vor allem die sozialen Medien tragen dazu bei, dass sich junge Menschen im Netz schneller radikalisieren. „Der Kampf um unsere Jugend findet in den sozialen Medien statt. Die demokratischen Kräfte, die Zivilgesellschaft muss sich dort Gehör verschaffen“, sagte Krense.

Um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und die Informationssicherheit zu stärken, seien digitale Tools, Big Data und KI hilfreich, um große Datenmengen auszuwerten. Entscheidungen treffen jedoch weiterhin Menschen, die sich an das geltende Recht halten müssen.

Krenses Fazit: Sicherheit braucht Technik, aber vor allem Informations- und Kommunikationskompetenz, um der Radikalisierung im Netz entgegenzuwirken und uns vor hybriden Angriffen zu schützen.

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