Folge 38 - Warum Frauen in der digitalen Welt stärker geschützt werden müssen

Shownotes

Wie verändert Digitalisierung die Justiz und welche Folgen hat sie für die Gleichstellung von Frauen? Antworten gibt Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Podcast „digitales MV“.

Im Gespräch mit Mareike Donath, der Leiterin der Stabsstelle Digitaler Wandel, beschreibt Bernhardt die Einführung der E-Akte als zentralen Meilenstein der Digitalisierung der Verwaltung. Seitdem werden Verfahren effizienter, ortsunabhängiger und bürgernäher durchgeführt, etwa durch Videoverhandlungen und digitale Einreichungen. Gleichzeitig betont die Ministerin, dass Digitalisierung stets mit Augenmaß erfolgen müsse, um rechtsstaatliche Prinzipien zu sichern. „Am Ende muss es immer der Mensch sein, der einen Sachverhalt einschätzt und ein Urteil fällt.“

Besonders eindringlich spricht Bernhardt über Gleichstellung im digitalen Raum. Frauen seien in Tech-Berufen unterrepräsentiert, in Datensätzen oft unsichtbar und überdurchschnittlich häufig von digitaler Gewalt betroffen. Mobbing, Beleidigungen, Cyberstalking und sexualisierte Übergriffe führten dazu, dass sich viele Frauen aus öffentlichen Debatten zurückziehen.

Ein zentrales Anliegen der Ministerin ist daher der konsequente Kampf gegen Gewalt in der analogen und digitalen Welt, welche durch höhere Sensibilisierung, mehr Beratungsangebote und eine klare strafrechtliche Verfolgung erreicht werden soll.

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